• Karl Friedrich Meckel„Die Stiftung soll im Dienst der Völkerverständigung und des Weltfriedens für eine Gemeinschaft von Studenten verschiedener Nationalitäten Heimstätten errichten und unterhalten.“

    Karl Friedrich Meckel *04.01.1905 - †23.10.1969

Ekkehard-Stiftung

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Für mich war das eine sehr positive Erfahrung, die mich noch lange beeinflussen wird.

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Freundschaft statt Feindschaft

Universitäts-Medaillen für Ekkehard und Manfred Meckel

Sie erwarben sich Verdienste, weil sie eine Stiftung weiter finanziert und weil sie Wohnungen für ausländische Studenten in Mannheim förderten. Dafür wurde den Brüdern Ekkehard und Manfred Meckel die Universitäts-Medaille verliehen. Schon am Universitätstag im letzten November hatte Rektor Professor Gerd Roellecke das Engagement der Brüder Meckel als markantes Beispiel für akademischen Bürgersinn bezeichnet: Die Ekkehard-Stiftung hatte 1982 für den Bau des Internationalen Begegnungszentrums der Universität – dort wohnen auch drei ausländische Studenten – 200.000 Mark zur Verfügung gestellt. Sie zahlt seither auch die Miete. Gestern überreichte Gerd Roellecke im Rektorat die Auszeichnungen.
Der Rektor skizzierte die Geschichte der Stiftung. Er erinnerte an Karl-Friedrich Meckel, den Vater von Ekkehard und Manfred. Er war in Ludwigshafen geboren worden, hatte in Frankfurt mit einem Verlag und einer Werbeagentur gro ßen geschäftlichen Erfolg. Nach dem schrecklichen Erlebnis des Zweiten Weltkrieges setzte er sich für Frieden und Völkerverständigung ein. Er handelte in der Erkenntnis − so Roellecke −, dass "nicht der Heimat- und Ortslose der Garant für einen dauernden Frieden ist, sondern der, der weiß, wohin er gehört und an welchen Werten er sich zu orientieren hat”. Der Rektor zitierte aus Karl-Friedrich Meckels Buch "Das helfende Europa”. Dort hei ßt es: "Wer Kosmopolit sein will, muss zuerst ein geliebtes Vaterland nachweisen können, dem er in Ehre und Treue gedient hat.” 
Den Worten ließ Karl-Friedrich Meckel Taten folgen. Vor 25 Jahren gründete er in Frankfurt die Ekkehard-Stiftung "Internationales Studentendorf”, deren Ziel es war, Heimstätten für Studenten verschiedener Nationalität zu fördern. Die Initiative stieß auf Schwierigkeiten. 1968 wurde die Stiftung in Mannheim neu gegründet. Kurz danach starb der Stifter. Seine Witwe und die Söhne respektierten das Vermächtnis des verstorbenen Verlegers. Sie ließen das Stiftungskapital wachsen. Im Internationalen Begegnungszentrum der Universität in L 2 erwarb die Ekkehard-Stiftung das Belegungsrecht für eine Wohnung mit drei Zimmern. Dort wohnen heute ein polnischer, ein französischer und ein kanadischer Student.
Ekkehard Meckel bedankte sich für die Ehrung und erklärte, sein Bruder und er selber nähmen sie stellvertretend für den Vater an. Sie seien Verwalter eines Gedankens, den ihr Vater unter gro ßen materiellen Opfern verwirklicht habe. Ekkehard Meckel: Das Richtige und Gute erkennen und es nicht tun − ist Schuld. Das Richtige tun − ist Selbstverständlichkeit.

Freundschaft statt Feindschaft

Mit Universitäts-Medaillen geehrt wurden Manfred (links) und Ekkehard 
Meckel. Gerd Roellecke, der Rektor der Mannheimer Universität (rechts),
überreichte die Urkunden.

15.02.1985, Mannheimer Morgen