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  • Karl Friedrich Meckel„Die Stiftung soll im Dienst der Völkerverständigung und des Weltfriedens für eine Gemeinschaft von Studenten verschiedener Nationalitäten Heimstätten errichten und unterhalten.“

    Karl Friedrich Meckel *04.01.1905 - †23.10.1969

Impressionen

Für mich war das eine sehr positive Erfahrung, die mich noch lange beeinflussen wird.

Aldo ten Geuzendam

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Der Stifter Karl Friedrich Meckel

Karl Friedrich Meckel wurde am 4.I.1905 in Ludwigshafen am Rhein als dritter und jüngster Sohn des Maurermeisters Leonhard Meckel und dessen Ehefrau Marie Meckel geb. Freimann geboren.

Nach Besuch der Volksschule begann er am 01.IX.1920 eine kaufmännische Lehre bei der Firma Sulzer Zentralheizungen in Mannheim, die er am 01.IV.1923 erfolgreich abschloß.

Während der Lehrzeit besuchte er die Handelsschule und legte 1921 die Abiturprüfung ab.

Es folgten Besuch der Handelshochschule Mannheim, Ablegung des Begabtenabiturs vor dem Unterrichtsministerium, Besuch der Universitäten Mannheim und Heidelberg als Werkstudent.

Sein Berufsweg führte ihn von der Pfälzischen Zeitungsverlag GmbH als Vertriebsleiter über die Firma Dr. Fritz Schulza als Geschäftsstellenleiter, Knorr´s Hirth GmbH als Bezirksleiter, zum Münchener Zeitungsverlag GmbH, ebenfalls als Betriebsleiter.

Erste selbständige verlegerische Aktivitäten entwickelte er im Jahre 1932 mit der Gründung der Deutschen Kulturgemeinschaft, deren Auflösung im Jahre 1934 durch die NSDAP erzwungen wurde.

In den Folgejahren arbeitete er als Werbeleiter bei der Volksgemeinschaft GmbH und dem Landesbauernschaftsverlag GmbH und machte sich am 01.V.1939 mit der Gründung des Trifels Verlages selbständig.

Tätigkeitsfelder des Verlages waren Belletristik, Lehrmittel und die Herausgabe eines Handels-, Gewerbe – und Branchenverzeichnisses (HGBV), des Vorläufers der heutigen „GelbenSeiten“.

Es folgten weitere Firmengründungen, nämlich Neuer Berliner Buchvertrieb in Berlin und ein Versandbuchhandel in Leipzig. Letzterer war hauptsächlich mit dem Vertrieb der „Wiesbadener Volksbücher“ in das Reich und das Elsaß betraut.

Diese aufstrebende Firmengemeinschaft wurde durch Kriegseinwirkung vollständig vernichtet, so dass Karl Friedrich Meckel nach seiner Kriegsteilname als Soldat und anschließender Rückkehr aus französischer Kriegsgefangenschaft im Jahre 1946 buchstäblich vor dem Nichts stand.

Durch schwere und schwerste Erlebnisse im Kriegsgefangenenlager Rennes in der Bretagne geprägt, entwickelte sich hier in ihm erstmalig der Gedanke an eine Stiftung, die aus der Kraft christlichen Glaubens heraus der Völkerverständigung dienen sollte.

Durch gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen der Elite der Jugend sollten Missverständnissen und Intoleranz der abgekapselt gegenüberstehenden Nationen auf dem gemeinsamen Fundament des christlich-abendländischen Kulturgutes der Boden entzogen werden. Niemals mehr sollte es möglich sein, dass sich eine so nah verwandte Völkerfamilie auf grauenhafte Art und Weise zerfleischt und sich damit selbst schwerstens schädigt, wie das in der Vergangenheit geschehen war.

Sich selbst treu, verfolgte Karl Friedrich Meckel dieses Ziel bis zu seiner Realisierung parallel zu einem 20stündigen Arbeitstag während der Aufbaujahre nach dem Kriege und blieb ihm verbunden bis zu seinem Tode.

Kehren wir nach diesem Exkurs zurück zum Jahre 1946 und ff.:

Die verlegerische Tätigkeit wurde zu Beginn des Jahres 1947 u.a. mit der Herausgabe von Objekten wie „Handwerkszeitung“ und der Fachzeitschrift für die Binnenschiffahrt „Das Rheinschiff“ aufgenommen.

Die chaotischen Zustände in der französischen Besatzungszone führten zur Gründung einer Werbegesellschaft in Mannheim, der Trifels-Verlag GmbH, Frankfurt/Main und der Trias Werbegesellschaft mbH, ebenfalls mit Domizil Frankfurt/Main (amerikanische Besatzungszone).

Die Firmengruppe Frankfurt befasste sich ausschließlich und sehr erfolgreich mit der Herausgabe von Telefonbüchern.

Etwa zur gleichen Zeit wurden noch eine ganze Reihe weiterer Firmengründungen vorgenommen, die teils wirtschaftlich, teils geistig orientierte Tätigkeitsfelder ausfüllen sollten.

Bleibender Erfolg war jedoch nur dem Trifels Verlag als reinem Wirtschaftsunternehmen beschieden, so dass Mitte der fünfziger Jahre eine Gesamtfusion in die Frankfurter Firma vorgenommen wurde.

Auf Expansionskurs ging Karl Friedrich Meckel erst wieder 1967, indem er durch Zukauf der SARAG GmbH das Trifelsgebiet um das Saarland erweiterte und somit abrundete.

Am 23.10.1969 fand ein bewegtes, großes und gütiges Leben im Alter von 64 Jahren sein Ende.